FORUM 1499 / Projekt 3

Der internationale Gedenkanlass "Freundschaft über Grenzen"

Die grossen Gedenkveranstaltungen von Schwaderloh, Calven und Dornach beziehen die einstigen Gegner mit ein und stellen die 500 Jahre des Friedens weit vor die rein militärische Betrachtung. Aber diese grenzüberschreitenden Feiern bleiben auf die Region begrenzt, die Solothurner laden die Strassburger ein, die Thurgauer die Konstanzer und Stockacher und die Bündner die Südtiroler. Aber an den meisten eidgenössischen Ständen, die den Konflikt von 1499 mitgetragen haben, wäre das Gedenkjahr 1999 kaum bemerkt vorbeigegangen. Da der Bundesrat und das Bundesamt für Kultur ausdrücklich darauf verzichten, ein schweizerisches Projekt zu 1499 zu lancieren, ist die Regierung des Landes Vorarlberg in die Lücke gesprungen und hat mit dem FORUM 1499 alle Kriegsparteien von damals zu einem internationalen Gedenkanlass in jene Stadt Feldkirch eingeladen, in der schon damals erste Friedensverhandlungen stattfanden.

Regierungsdelegationen aus Baden-Württemberg, Bayern, Vorarlberg, Liechtenstein und Südtirol folgten der Einladung am 24. April 1999 ebenso wie 18 Kantonsregierungen aus den damals betroffenen Landesteilen der Schweiz. Damit der Anlass den Feldkirchern nicht als ein anonymes Treffen von Herren in dunkeln Anzügen in Erinnerung blieb, brachten alle Kantone ihre Standesweibel in Amtstracht mit, die Regierungen der Urschweiz, Zürichs und Graubündens waren gar von historischen Ehrenformationen begleitet. Österreich sandte mit ihrer Armeespitze gleich auch eine Grossformation einer Kapelle des Bundesheers. Bei den rundweg gelungenen Anlass wurde für alle immer deutlicher spürbarer, dass das Motto richtig gewählt war:

"Freundschaft über Grenzen"

Feldkirch war ein Anlass der Regierungen. Damit auch Normalbürger einen Blick in die Veranstaltung werfen können, sei hier das Festprogramm und eine kleine Bildgeschichte festgehalten.

Programm der Veranstaltung
 
Im Palais Liechtenstein, mitten in der Altstadt von Feldkirch, versammeln sich Regierungsvertreter aus fünf Staaten zum Gedenkanlass "Freundschaft über Grenzen".
 
 
 
 
Die Thurgauer Delegation bringt Gestalten der historischen Festspiele von Schwaderloh mit.
 
 
 
 
Zwei Historiker aus der Schweiz und aus Vorarlberg - hier der Landesarchivar Dr. Karl Heinz Burmeister geben den historischen Hintergrund.
 
 
 
 
Dem Freiburger Standesweibel mundet der Feldkircher Ehrenwein.
 
 
 
 
Bei der Eröffnung der Wanderausstellung mischen sich Behördenvertreter mit historischen Begleitgruppen.
 
 
 
 
Vor dem Dom St. Nikolaus werden die Gäste von der Harstgruppe der "roten Schwyzer" empfangen.
 
 
 
 
Im Gedenkgottesdienst erinnern der Dompfarrer und ein Schwyzer Standesdomherr an die Leiden der Bevölkerung von 1499.
 
 
 
 
Zwei historische Gestalten verlesen wohl zum letzten Mal die Namen der Gefallenen von Triesen, Hard, Frastanz und Rheineck.
 
 
 
 
Der Festumzug durch die Altstadt von Feldkirch erreicht den Vorhof der Montfortischen Schattenburg ...
 
 
 
 
... und wird mit Pulverdampf vom Bündner Artillerie-Collegium empfangen ...
 
 
 
 
... was offensichtlich den Armeespitzen aus Österreich und der Schweiz Spass bereitet.
 
 
 
 
Im Innenhof schreiten die Regierungsvertreter durch den Spalier der historischen Harstgruppen.
 
 
 
 
Im Rittersaal der Schattenburg ...
 
 
 
 
... begrüsst der Landesstatthalter von Vorarlberg die Vertreter des Bundes und der Kantone ...
 
 
 
 
... und spricht zum Tagesthema "Freundschaft über Grenzen".
 
 
 
 
Der Gesandte des Bundesrates zeigt auf, wie heute über die Grenzen hinweg geplant und zusammengearbeitet wird.
 
 
 
 
Der Zürcher Erziehungsdirektor Prof. Buschor hat in der Geschichte gut aufgepasst ...
 
 
 
 
... und der Bündner Stefan Engler zeigt auf, was 1499 für Bünden bedeutet hat.
 
 
 
 
Die feinen mittelalterlichen Klänge der Rheintaler Ensembles "Musicalisch Curtzweyl" lassen auch wortstarke Politiker verstummen ...
 
 
 
 
... und herzhaft zugreifen bei der rustikalen Vesper mit Bündner Salsiz und Alpkäse.

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